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Das chinesische Unternehmen Bigme bringt mit dem HiBreak Dual ein Smartphone auf den Markt, das Dual-Screen-Technologie auf ungewöhnliche Weise interpretiert: Ein großes Farb-E-Ink-Display auf der Vorderseite trifft auf ein winziges LCD-Panel auf der Rückseite. Für Nutzer stellt sich dabei nicht nur die Frage nach dem praktischen Nutzen, sondern auch nach der Langlebigkeit und Reparierbarkeit dieser ungewöhnlichen Konstruktion.

Was wurde getestet?

Bigme positioniert das HiBreak Dual als weltweit erstes Dual-Screen-Smartphone mit dieser spezifischen Kombination: Die Vorderseite wird von einem vollflächigen Farb-E-Ink-Display dominiert, während auf der Rückseite ein kreisförmiges LCD-Panel in Uhrengröße sitzt. Diese asymmetrische Ausstattung unterscheidet das Gerät deutlich von klassischen Dual-Screen-Konzepten wie dem LG V60 oder dem Microsoft Surface Duo.

Das kleinere LCD-Display auf der Rückseite zeigt standardmäßig Uhrzeit, Benachrichtigungen, Musikwiedergabe und Wetterinformationen an. Bigme geht aber noch weiter: Das Display lässt sich auch für Video-Streaming über Plattformen wie YouTube und TikTok nutzen – allerdings mit erheblichen Einschränkungen. Die niedrige Bildwiederholfrequenz sorgt für ruckelnde Darstellungen und unscharfe Kameravorschauen, was den praktischen Nutzen deutlich schmälert.

Technisch setzt Bigme auf solide Mittelklasse-Hardware: Der MediaTek Dimensity 1080 Prozessor wird von 8 bis 12 GB RAM begleitet, der interne Speicher liegt zwischen 128 und 256 GB. Das Kamerasystem besteht aus einer 20-Megapixel-Hauptkamera und einem 5-Megapixel-Weitwinkel. Der Akku bietet 4.500 mAh Kapazität – ein Wert, der angesichts des stromsparenden E-Ink-Hauptdisplays durchaus akzeptabel erscheint.

Bei der Preisgestaltung zeigt sich Bigme ambitioniert: Die unverbindliche Preisempfehlung für das Basismodell mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher liegt bei $51 (ca. 45 €)9 (ca. 475 €). Early-Bird-Käufer können das Gerät für $359 (ca. 330 €) bis $40 (ca. 35 €)9 (ca. 330 bis 375 €) erwerben. Für ein Nischenprodukt mit experimentellem Ansatz bewegt sich das Smartphone damit im oberen Mittelklasse-Segment.

E-Ink Smartphone Reparatur – Bild 1
Foto: Lukenn Sabellano / Unsplash

Was bedeutet das für dich?

Aus Reparatursicht wirft das HiBreak Dual wichtige Fragen auf. Die Kombination aus zwei unterschiedlichen Display-Technologien verdoppelt potenzielle Schwachstellen: Während E-Ink-Displays generell als robust und langlebig gelten, sind sie bei Sturzschäden empfindlich. Das zusätzliche LCD-Panel auf der Rückseite – einer Seite, die beim normalen Smartphone-Gebrauch häufig Kontakt mit Oberflächen hat – erhöht das Beschädigungsrisiko zusätzlich.

Besonders kritisch: Bei einem so spezialisierten Gerät eines vergleichsweise kleinen Herstellers ist die Verfügbarkeit von Ersatzteilen ungewiss. Während für Mainstream-Smartphones von Samsung, Apple oder Google ein breiter Reparaturmarkt existiert, bleiben Nischenprodukte oft außen vor. Potenzielle Käufer sollten sich bewusst sein, dass selbst kleinere Displayschäden zu erheblichen Reparaturkosten oder gar zum Totalausfall führen können.

Der verbaute 4.500-mAh-Akku entspricht dem Standard aktueller Mittelklasse-Smartphones. Dank des energiesparenden E-Ink-Hauptdisplays dürfte die Laufzeit überdurchschnittlich sein – solange das LCD-Panel nicht intensiv genutzt wird. Nach zwei bis drei Jahren intensiver Nutzung wird jedoch auch dieser Akku an Kapazität verlieren. Bei exotischen Geräten gestaltet sich ein Akkutausch oft komplizierter und teurer als bei Mainstream-Modellen.

Interessant ist Bigmes Hinweis auf mögliche zukünftige Modelle mit zwei vollflächigen Displays – einem E-Ink- und einem LCD-Screen. Das würde die Dual-Screen-Idee konsequenter umsetzen, birgt aber noch größeres Reparaturrisiko. Wer solche Geräte langfristig nutzen möchte, sollte vorab die Reparaturoptionen prüfen: Jetzt Reparaturpreis prüfen

Häufige Fragen

Wann sollte ich meinen Akku tauschen?
Ein Akkutausch wird empfohlen, wenn die ursprüngliche Kapazität auf unter 80 Prozent gesunken ist – meist nach 500 bis 800 vollständigen Ladezyklen. Konkrete Anzeichen sind deutlich verkürzte Akkulaufzeit, spontane Abschaltungen bei mittlerem Ladestand oder ungewöhnlich langes Laden. Bei Nischengeräten wie dem Bigme HiBreak Dual solltest du frühzeitig die Verfügbarkeit und Kosten für Ersatzakkus prüfen, da diese nicht standardmäßig verfügbar sind.

E-Ink Smartphone Reparatur – Bild 2
Foto: PR MEDIA / Unsplash

Fazit der Refonio-Redaktion

Das Bigme HiBreak Dual zeigt eine interessante, wenn auch eigenwillige Interpretation der Dual-Screen-Idee. Die Kombination aus E-Ink und winzigem LCD-Panel bietet theoretische Vorteile für Produktivität und Akkulaufzeit, in der Praxis limitiert aber besonders die Qualität des Rückdisplays den Nutzen erheblich. Aus Reparatursicht ist Vorsicht geboten: Die doppelte Display-Ausstattung verdoppelt Risiken, während die Ersatzteil-Verfügbarkeit bei diesem Nischenprodukt fraglich bleibt. Wer dennoch zum Early Adopter werden möchte, sollte vor dem Kauf die Reparaturoptionen checken.

Quelle: My disappointment is immeasurable: This world-first dual-screen phone isn't what I expected